Tierarztpraxis Bartels Celle
Dr. med. vet. Ulrike Bartels
Kaninchengarten 5
29223 Celle
Telefon: 0 51 41 - 5 19 20
  • images/slides/bootsmann2_09.jpg
  • images/slides/bootsmann3_09.jpg
  • images/slides/bootsmann_09.jpg
  • images/slides/haus_09.jpg
  • images/slides/hund_09.jpg
  • images/slides/jagdhunde_09.jpg
  • images/slides/kaninchen_09.jpg
  • images/slides/kitten_09.jpg
  • images/slides/neufund_09.jpg
  • images/slides/welpen_09.jpg

Goldimplantation in Celle

( G I ,   G O L D A K U P U N K T U R ) 

 

GoldimplantationAls Schmerztherapie bei unseren Tieren

Zu Beginn der siebziger Jahre wurden in Amerika erstmals sogenannte „Gold beads“ bei Hunden implantiert.

Über Dänemark (Jan Klitsgaard) wurde die Methode auch nach Deutschland gebracht und dort vornehmlich von Markus Kasper (Schmerzambulanz Wien) und Andreas Zohmann (Vierbeiner-Reha-Zentrum Bad Wildungen ) weiterentwickelt.

 

 




Was genau ist die GI ?

Bei der GI werden kleine ca. 1-3 mm lange und 1 mm dicke Golddrahtstücke mit Hilfe einer Hohlnadel an Gelenke, in die Muskulatur oder direkt unter die Haut verbracht.


Welche Methoden gibt es ?

Grundsätzlich unterscheidet man 3 Methoden:

a) amerikanische Methode:
Dabei wird nur das veränderte Gelenk (oder mehrere veränderte) mit einer best. Anzahl von Goldstückchen umgeben. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Akupunkturpunkte handelt oder nicht. Diese Methode wurde bes. von Dr. Klitsgard in Dänemark propagiert.

b) Methode nach der reinen traditionellen chinesischen Medizin (TCM)
Dabei geht es auch um ein oder mehrere geschädigte Gelenke, jedoch werden wie bei der klassischen Akupunktur auch andere Punkte (Fernpunkte) mit implantiert bzw. best Punkte ausgespart.

c) Wiener Schule (GI n. M. Kasper)
Es wird nicht nur das einzelne Gelenk behandelt, sondern vielmehr wird das gesamte Gangbild (Orthopädie) des Tieres therapiert. Dabei werden sowohl reine Akupunkturpunkte, als auch Nicht-Akupunkturpunkte implantiert. Der Leitsatz dieser Methode lautet:“ Die Bewegung behandeln, nicht nur das Gelenk.“ Bei der Wiener Schule handelt es sich um eine symptomatische Schmerztherapie unter ganzheitlichen Gesichtspunkten. Der Vorteil der GI und der Grund ihres Erfolges sind die Erfassung des Gangbildes, der Bewegungsabläufe und Bewegungsveränderungen und die Möglichkeit ganzheitlich in „einer Sitzung“ darauf zu antworten.


Wie wirkt die GI ?

Durch die Implantation 24 karätiger Golddrahtstücke werden dem Tier Schmerzen, die durch Gelenkveränderungen entstanden sind oder im Entstehen sind genommen.
Das Gold – als Edelmetall- fungiert dabei als sogennter. Ionenfänger. Was heißt das?
In der Umgebung veränderter, schmerzhafter Gelenke findet man auch immer Anzeichen von Entzündung. Durch die Goldimplantation wird das entzündliche Mileu (pH-Wert , Azidose—Alkalose) positiv verändert. Somit werden weniger Schmerzbotenstoffe gebildet und freigesetzt. Die bestehenden arthrothischen Veränderungen werden als nicht mehr schmerzhaft empfunden.
Des weiteren wird über den Akupunkturpunkt der Stoffwechsel des gesamten umgebenden Gewebes positiv beeinflusst.( aber nicht im Sinne einer Dauerreizung) Entzündungs- oder Schmerzbotenstoffe werden somit schneller abgebaut.

Nach erfolgter GI kommt es zur Schmerzfreiheit oder zumindest zu einer deutlich verminderten Schmerzhaftigkeit. Die Beweglichkeit wird deutlich besser und die Muskulatur wird durch mehr Bewegung wieder aufgebaut, welches wiederum zu einer verbesserten Lebensqualität und Lebensfreude führt.


Was kann die GI nicht ?

Vorhandene Arthrosen können nicht abgebaut werden, aber das Fortschreiten einer solchen kann i.d.R. verhindert werden.


Muss ein Tier weiterhin Schmerzmittel nehmen ?

In den meisten Fällen können die Schmerzmittel mit dem Tag der GI abgesetzt werden. In einigen wenigen Fällen müssen nach best. Ereignissen, wie Überlastung, Wetterumschwung etc. noch Schmerzmittel gegeben werden.


Wie lange hält so eine GI an
?

Entgegen andersartiger Äußerungen (in der Presse) in denen nur von einer 2 jährigen Besserung geschrieben wird, hält die Methode der Wiener Schule lebenslänglich, da das Gold sich nicht verbraucht. Vorraussetzung ist aber, das nicht nur 1 Gelenk implantiert wird, sondern das Gangbild insgesamt verbessert wird.


Kann mein Hund trotzdem noch homöopathisch behandelt werden ?

Aus vielen eigenen Erfahrungen kann ich keinen Wirkverlust homöopathischer Mittel bei goldimplantierten Hunden feststellen.


Wann eignet sich eine Goldimplantation ?

  • bei bestehenden chron. Problemen des Bewegungsapparates:
    wie Hüftdysplasie, Bandscheibenproblemen wie Spondylosen
    Teckellähme (nicht im Akutfall), Kniegelenksarthrosen (als Folge von Kreuzbandrissen), Ellbogendysplasie
  • als Vorbeugung (Prophylaxe) nach Früherkennung z.B. einer HD, bzw. wenn mit einer HD und deren Spätfolgen gerechnet werden muss.
  • Grundsätzlich macht eine GI Sinn, wenn bei der klinischen Untersuchung bestimmte Triggerpunkte schmerzhaft reagieren.